Allgemein

Brandklassen

Im nachfolgenden Blogbeitrag erläutern wir Ihnen die Einteilung der Brandklassen und welche Stoffe der jeweiligen Brandklasse zugeordnet werden.

Gem√§√ü der Technische Regeln f√ľr Arbeitsst√§tten „Ma√ünahmen gegen Br√§nde“ oder aus ASR A2.2 genannt, wird in Kapitel 4.1. das Thema Brandklassen erl√§utert und aufgegriffen. Die Brandklassen sind in der DIN EN 2:2005-01 geregelt und werden in f√ľnf unterschiedliche Klassen unterteilt. Neben der Brandklasse A gibt es noch die Klassifizierung in den Klassen B, C, D und F.¬†Aufgrund der Vielfalt an Brandklassen und brennbaren Stoffen, sollte immer individuell gepr√ľft werden, welches das richtige L√∂schmittel ist.

 

Brandklasse

Brandklassen gemäß ASR A 2.2. und DIN EN 2:2005-01
Quelle: ASR A.2.2; Brandklassen gemäß ASR A 2.2. und DIN EN 2:2005-01

In der ASR A2.2 „Ma√ünahmen gegen Br√§nde“ werden f√ľnf Brandklassen aufgef√ľhrt.

Brandklasse A: Brände fester Stoffe

  • organische Stoffe wie z. B. Holz, Stroh, Papier, Kohle usw.

Brandklasse B: Br√§nde von fl√ľssigen oder fl√ľssig werdenden Stoffen

  • z. B. Benzin, Lacke, Schmierfette, Harze und Lacke

Brandklasse C: Brände von Gasen

  • z. B. Methan, Wasserstoff, Erdgas usw.

Brandklasse D: Brände von Metallen

  • Magnesium, Lithium, Natrium, Aluminium usw.

Brandklasse F: Brände von Speiseölen und -fetten

  • pflanzliche oder tierische Fette in Frittier- und Fettbackger√§te (z. B. Fritteuse)

 

Wie die Auflistung verdeutlicht, wird in der DIN EN 2:2005-01 keine eigene Brandklasse f√ľr elektrische Anlagen sowie Betriebsmittel definiert, somit m√ľssen die elektrischen Anlagen sowie Betriebsmittel √ľber die vorhandenen Klassifizierungen bedient werden.

 

Anforderungen an Feuerlöscher und Arbeitsstätten:

Neben den f√ľnf Brandklassen gibt es unterschiedliche Regelungen f√ľr Arbeitgeber, die es bei der Ausstattung der Arbeitsst√§tte zu beachten gibt. So hat der Arbeitgeber, gem√§√ü Kapitel 5.2 der ASR A2.2¬† „Grundausstattung mit Feuerl√∂scheinrichtungen“,¬† die Feuerl√∂scheinrichtungen nach Art und Umfang der vorhandenen Stoffe, der potenziellen Brandgef√§hrdung und der Grundfl√§che des Betriebes in ausreichender Anzahl bereitzustellen. Dar√ľber hinaus sollten bei der Bereitstellung von Feuerl√∂schern die unterschiedlichen Teilbereiche der Arbeitsst√§tte einzeln betrachtet werden.¬†In Kapitel 5.3. „Anforderungen an die Bereitstellung von Feuerl√∂scheinrichtungen“ wird noch detaillierter erl√§utert, wie zum Beispiel die Ausstattung sein sollte. Hier ein kleiner Auszug aus Kapitel 5.3. der ASR A2.2.:

 

  • Feuerl√∂scher gut sichtbar und leicht erreichbar angebracht sind,
  • Feuerl√∂scher vorzugsweise in Fluchtwegen, im Bereich der Ausg√§nge ins Freie, an den Zug√§ngen zu Treppenr√§umen oder an Kreuzungspunkten von Verkehrs-wegen/Fluren angebracht sind,
  • die Standorte von Feuerl√∂schern durch das Brandschutzzeichen F001 ‚ÄěFeuerl√∂scher‚Äú entsprechend ASR A1.3 ‚ÄěSicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung‚Äú gekennzeichnet sind. In un√ľbersichtlichen Arbeitsst√§tten ist der n√§chstgelegene Standort eines Feuerl√∂schers gut sichtbar durch das Brandschutzzeichen F001 ‚ÄěFeuerl√∂scher‚Äú in Verbindung mit einem Zusatzzeichen ‚ÄěRichtungspfeil‚Äú anzuzeigen. Besonders in lang gestreckten R√§umen oder Fluren sollen Brandschutzzeichen in Laufrichtung jederzeit erkennbar sein, z. B. durch den Einsatz von Fahnen- oder Winkelschildern,
  • usw.

 

Wartung nach DIN 14406 von tragbaren Löschgeräten

Wussten Sie, dass Feuerl√∂scher regelm√§√üig durch einen Sachkundigen nach DIN 14 406 Teil 4 f√ľr die Instandhaltung tragbarer Feuerl√∂scher gepr√ľft werden m√ľssen?

Wir kontrollieren Ihre tragbaren Feuerl√∂scher nach DIN 1406-4 und gem√§√ü weiteren verschiedenen Vorschriften. Neben Drehmomentschl√ľssel, Pr√ľfmanometer, Ventilschl√ľssel und vielen weiteren Werkzeugen geh√∂ren die Betriebssicherheitsverordnung, die Druckbeh√§lterverordnung sowie die jeweiligen die Pr√ľf- und F√ľllvorschriften der Hersteller nach DIN EN 3 zu unserem Handwerkzeug. Ist unsere Wartung abgeschlossen, erhalten Ihre Feuerl√∂scher einen Pr√ľf- und Instandhaltungsnachweis der verschiedene Angaben erh√§lt. Neben einem Pr√ľf- und Instandhaltungsnachweis erhalten Sie eine Pr√ľfdokumentation in digitaler Form f√ľr Ihre Unterlagen. Weitere Informationen dazu erhalten Sie unter: Wartung nach DIN 14406 von tragbaren L√∂schger√§ten

 

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    Allgemein

    Gebäudeklasse nach Musterbauordnung und Landesbauordnung NRW

    Im nachfolgenden Blogbeitrag erl√§utern wir Ihnen die Geb√§udeklasse nach Musterbauverordnung und Landesbauordnung NRW. In der Bundesrepublik Deutschland gibt es, aufgrund der gesetzlichen Struktur, verschiedene Bauordnungen. Bei der Festlegung orientieren sich die Bundesl√§nder an einer Musterbauverordnung (MBO). Bei der finalen Ausgestaltung der Landesbauordnung¬†(LBO) d√ľrfen die L√§nder jedoch von der Musterbauverordnung abweichen. Die Klassifizierung der Geb√§udeklassen in NRW sind mit denen aus der MBO identisch.

    Grundsätzlich lässt sich sagen, je höher die Gebäudeklassen, desto höher die Anforderungen an den baulichen, technischen und organisatorischen Brandschutz.

     

    Gebäudeklasse

    In der Musterbauordnung (MBO) ¬ß 2 (3) sowie in der Landesbauordnung NRW (BauO NRW) ¬ß 2 (3) sind f√ľnf Geb√§udeklassen definiert.

    Gebäudeklasse 1:

    • freistehende Geb√§ude mit einer H√∂he bis zu 7 m und nicht mehr als zwei Nutzungseinheiten von insgesamt nicht mehr als 400 m¬≤,
    • freistehende land- oder forstwirtschaftlich genutzte Geb√§ude und Geb√§ude vergleichbarer Nutzung,

    Gebäudeklasse 2:

    • Geb√§ude mit einer H√∂he bis zu 7 m und nicht mehr als zwei Nutzungseinheiten von insgesamt nicht mehr als 400 m¬≤,

    Gebäudeklasse 3:

    • sonstige Geb√§ude mit einer H√∂he bis zu 7 m,

    Gebäudeklasse 4:

    • Geb√§ude mit einer H√∂he bis zu 13 m und Nutzungseinheiten mit jeweils nicht mehr als 400 m¬≤ in einem Geschoss,

    Gebäudeklasse 5:

    • sonstige Geb√§ude einschlie√ülich unterirdischer Geb√§ude.

     

    Übersicht Gebäudeklasse nach Musterbauordnung (MBO)
    Übersicht der Gebäudeklasse nach Musterbauordnung (MBO)

    Als H√∂he gilt laut Musterbauverordnung und Landesbauordnung NRW die Fu√übodenoberkante des h√∂chstgelegenen Geschosses, in dem ein Aufenthaltsraum m√∂glich ist. Bei Nutzungseinheiten ist als Grundfl√§che von der Brutto-Grundfl√§che auszugehen. Kellergeschosse werden bei der Berechnung der Brutto-Grundfl√§che nicht betrachtet. Dabei ist zu beachten, dass selbstst√§ndige unterirdische Geb√§ude der Geb√§udeklasse 5 zugeordnet werden. Abschlie√üend ist die Klassifizierung in einer der aufgef√ľhrten Geb√§udeklassen nutzungsneutral. Eine Ausnahme bildet hier die Land- und Forstwirtschaft.

     

     

    Besonderheit Sonderbauten:

     

    Neben den f√ľnf Geb√§udeklassen gibt es in der Musterbauordnung Kriterien ¬ß 2 (4), nach denen Geb√§ude zus√§tzlich als Sonderbauten eingestuft werden. In der Landesbauordnung NRW findet sich die Einstufung bei ¬ß50 (2).

    Sonderbauten sind „Anlagen und R√§ume besonderer Art oder Nutzung“. Darunter fallen zum Beispiel Alten- und Pflegeheime, Hochh√§user, Krankenh√§user, Hotels, Schulen, Regallager mit einer Oberkante Lagerguth√∂he von mehr als 9 m uvm.

    F√ľr Sonderbauten gelten in der Regel eigene Auflagen. Diese sind in der jeweiligen Sonderbauverordnungen der L√§nder festgelegt. Aus den Sonderbauverordnungen ergeben sich spezifische (Brandschutz-)Anforderungen.

     

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      Allgemein Brandschutz f√ľr Kinder organisatorischer Brandschutz

      Kinderfinder – f√ľr mehr Sicherheit

      In unserem Blogbeitrag erkl√§ren wir Ihnen was und wof√ľr der Kinderfinder ist. Zudem finden Sie in unserem Blogbeitrag einen Schnellcheck f√ľr zu Hause. So k√∂nnen Sie einfach aber wirksam √ľberpr√ľfen, ob die organisatorischen und pr√§ventiven Ma√ünahmen f√ľr den Brandfall vorhanden sind.

       

      Kinderfinder ‚Äď zur Steigerung der Sicherheit

      Die Erfahrung zeigt, dass Erwachsene und Kindern im Brandfall oft in Panik geraten. Dadurch bringen sich die Menschen zusätzlich in Gefahr. Kinder reagieren dabei ganz anders als Erwachsene. Sie verstecken sich aus Angst vor dem Feuer unter ihrem Bett, im Schrank oder hinter den Gardinen. Mit einem Brand geht automatisch eine Rauchentwicklung einher. Ist der Einsatzort bereits stark verraucht, kann die Feuerwehr bei einem Rettungseinsatz schwer unterscheiden, in welchem Raum sich möglicherweise noch ein Kind aufhält. Unser Kinderfinder kann als Wegweiser helfen und den Einsatzkräften eine Orientierung schaffen.

       

      Die Grundausstattung f√ľr ein sicheres zu Hause

      Wir sind der √úberzeugung, dass unabh√§ngig von gesetzlichen Vorschriften und Regeln, jeder Haushalt √ľber Rauchmelder in den entsprechen Wohn- und Schlafr√§umen verf√ľgen sollte. Des Weiteren ist es in unseren Augen unerl√§sslich, dass jeder Haushalt mindestens √ľber einen Feuerl√∂scher verf√ľgt. Dabei sollte beachtet werden, wo der Feuerl√∂scher bzw. die Feuerl√∂scher positioniert und eingesetzt werden k√∂nnten. Da die Auswahl des richtigen L√∂schmittels eine entscheidende Rolle spielt. Um das Sicherheitsniveau zu Hause weiter zu erh√∂hen, empfehlen wir zus√§tzlich an Kinder- und Elternschlafzimmer einen Kinderfinder anzubringen. Erwerben k√∂nnen Sie unseren Kinderfinder unter: Kinderfinder KAES – der Brandschutzdrache

       

      Schnellcheck f√ľr das Eigenheim:

      • Rauchmelder in den entsprechenden Wohn- und Schlafr√§umen?
      • Feuerl√∂scher in der passenden Anzahl und mit richtigem L√∂schmittel?
      • Kinderfinder an allen Kinder- und Elternschlafzimmert√ľren?

       

      Wenn Sie alle Fragen mit gutem Gewissen mit Ja beantworten k√∂nnen, sind Sie in unseren Augen gut ausgestattet. Sollten Sie hingegen eine oder mehrere Fragen mit Nein beantworten, sehen wir Nachholbedarf. Gerne helfen wir Ihnen dabei, die Optimierungspotenziale f√ľr zu Hause auszusch√∂pfen.

       

      Was ist KAES ‚Äď der Kinderfinder?

      Aufkleber Kinderfinder
      Folie – selbstklebend – langnachleuchtend

       

      Der KAES РKinderfinder ist ein selbstklebender langnachleuchtender Aufkleber. Das Dreieck ist liebevoll kreiert und 14 x 14 cm groß. Der Kinderfinder von KS-Brandschutzservice soll bei einem Haus- oder Wohnungsbrand den Feuerwehrleuten den direkten Weg zu Ihrem Kind aufweisen. Leider verstecken sich unsere Kleinen bei Gefahr und Angst, daher ist es so wichtig, mit Hinweisen den Feuerwehren zu helfen, um eine schnellere Suche zu ermöglichen.

       

       

       

       

      ¬†KAES ‚Äď der Brandschutzdrache

      KAES-Der-Brandschutzdrache

      Entwickelt wurde KAES ‚Äď der Kinderfinder in Anlehnung an unser Brandschutztheater ‚ÄěKAES ‚Äď Der Brandschutzdrache‚Äú. Wir sind besonders stolz in einem gemeinschaftlichen Projekt einen Beitrag leisten zu k√∂nnen, damit bereits unsere ganz Kleinen das richtige Verhalten im Brandfall lernen und sich in dieser Notsituation zu helfen wissen. Das Theaterst√ľck ist f√ľr Kinder 3+ konzipiert und vermittelt spielerisch das richtige Verhalten im Brandfall. KAES hilft mit Eselsbr√ľcken dabei, dass sich die Kinder die wichtigsten Punkte einfacheren merken k√∂nnen. Wie die Besetzung in unserem Theaterst√ľck ist und was KAES erlebt erfahrt ihr hier: Kaes – Der Brandschutzdrache

       

       

       

      Allgemein

      Wie unsere Zusammenarbeit abläuft

      Sie ben√∂tigen eine Dienstleistung und stehen vor der Frage, mit welchem Unternehmen soll ich zusammenarbeiten? Wir bieten eine schnelle und kundenorientierte Arbeitsweise mit dem Blick f√ľr das Wesentliche. Unser Auftragsablauf bzw. Arbeitsablauf beinhaltet f√ľnf Schritte. Wir betreuen Sie von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Abschlussdokumentation in Form von Berichten, Stellungnahmen oder Zertifikaten.

       

      Schritt 1 – Kontakt

      • Sie kontaktieren uns telefonisch oder per E-Mail.
      • Sie nennen uns Ihre Anforderung und Herausforderung.

       

      Schritt 2 – Erfassung

      • Nachdem wir Ihre E-Mail erhalten haben, melden wir uns zeitnah telefonisch oder per Mail bei Ihnen.
      • Melden Sie sich telefonisch, besprechen wir direkt am Telefon Ihre Anforderung und Herausforderung.
      • Gemeinsam filtern wir die ben√∂tigte Leistung heraus und fordern eventuell weitere Unterlagen von Ihnen an (z. B. Brandschutzkonzept, Baugenehmigung, Versicherungsauflagen, Pl√§ne, Brandschaubericht).

      Schritt 3 – Angebot

      • Nach unserer gemeinsamen telefonischen Besprechung und Sichtung aller relevanter Unterlagen (z. B. Brandschutzkonzept, Baugenehmigung, Versicherungsauflagen, Pl√§ne, Brandschaubericht) erstellen wir ein individuelles Angebot.
      • Neben dem Angebot erhalten Sie Terminvorschl√§ge und Angaben √ľber die Dauer der Leistungserbringung.

      Schritt 4 – Umsetzung

      • Wir machen uns an die Arbeit und bearbeiten die Neuerstellung, √úberarbeitung oder Anpassung von Brandschutzordnungen, Feuerwehrpl√§nen, Flucht- und Rettungspl√§nen oder Evakuierungskonzepten.
      • Wir bilden am vereinbarten Termin Brandschutzhelfer oder Evakuierungshelfer aus.
      • Wir lassen oder liefern selbst, die bestellen tragbaren Feuerl√∂scher und Piktogramme aus.

      Schritt 5 – Dokumentation

      • Sie erhalten die passende Abschlussdokumentation zur beauftragten Leistung. Dies k√∂nnen die fertigen Feuerwehrpl√§ne, Flucht- und Rettungspl√§ne oder die finale Fassung der Brandschutzordnung sein.
      • Sofern wir Brandschutzhelfer*innen ausgebildet haben, erhalten Sie dazu die Teilnahmebescheinigungen f√ľr Ihre Unterlagen.
      • Auf Wunsch nehmen wir Sie in unseren automatischen Erinnerungsservice auf, damit Sie keine Frist vers√§umen.

       

      Neben den einzelnen Arbeitsabl√§ufen erhalten Sie bei uns eine kompetente Expertise im vorbeugenden Brandschutz. Unser Unternehmen ist familiengef√ľhrt und verf√ľgt √ľber kurze Entscheidungswege. Wir beraten Sie telefonisch und vor Ort noch selbst. Wir freuen uns auf eine Zusammenarbeit.

      Allgemein organisatorischer Brandschutz

      Brandverh√ľtungsschau

      Die Brandverh√ľtungsschau, auch Gefahrenverh√ľtungsschau oder Feuerbeschau genannt, ist ein wichtiges Element des vorbeugenden Brandschutzes, um potenzielle Brandgefahren zu ermitteln.¬†Es handelt sich um eine Begehung durch Beauftragte der zust√§ndigen Beh√∂rde gemeinsam mit Objektbevollm√§chtigten und dient der Feststellung brandgef√§hrlicher Zust√§nde.

       

      Warum wird eine Brandverh√ľtungsschau durchgef√ľhrt?

      In Deutschland ist die Organisation und Durchf√ľhrung der Brandverh√ľtungsschau in den Feuerwehrgesetzen der einzelnen Bundesl√§nder und in den Landesbauordnungen (Pr√ľfverordnungen) geregelt. Zum Beispiel hei√üt es im ¬ß 26 Abs. 1 des ‚ÄěGesetz √ľber den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG)‚Äú des Landes Nordrhein-Westfalen: Gesetz √ľber den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG)‚Äúhei√üt es: Gesetz √ľber den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG) (1) ‚ÄěGeb√§ude, Betriebe und Einrichtungen, die in erh√∂htem Ma√üe brand- oder explosionsgef√§hrdet sind oder in denen bei Ausbruch eines Brandes oder bei einer Explosion eine gro√üe Anzahl von Personen oder bedeutende Sachwerte gef√§hrdet werden k√∂nnen, sind im Hinblick auf die Belange des Brandschutzes zu √ľberpr√ľfen‚Ķ ‚ĶDie Brandverh√ľtungsschau ist beginnend mit der Nutzung oder Inbetriebnahme je nach Gef√§hrdungsgrad in Zeitabst√§nden von l√§ngstens sechs Jahren durchzuf√ľhren.‚Äú Speziell in Bayern ist die Durchf√ľhrung nach Ermessen der Kommune geregelt, welche auch zur Durchf√ľhrung der Feuerbeschau durch die entsprechende Verordnung verpflichtet ist.

       

      In welchen Objekten wird eine Brandverh√ľtungsschau durchgef√ľhrt?

      Die jeweilige Gesetzgebung in den einzelnen Bundesländern zählt regelmäßig auf, welche Objekte und Anlagen besonders brandgefährdet sind oder im Schadensfall Menschen und Vermögenswerte intensiv gefährden. Typischerweise geht es um Objekte und Anlagen wie:

      • Krankenh√§user
      • Pflegeeinrichtungen f√ľr Behinderte und √§ltere Menschen
      • Beherbergungsst√§tten
      • Gemeinschaftsunterk√ľnfte, wie beispielsweise Fl√ľchtlingsheime
      • Hochh√§user
      • Einrichtungen f√ľr Kinder
      • Schulen und Hochschulen
      • Versammlungsst√§tten (Diskotheken, Theater, Gastst√§tten o. √§.)
      • Verkaufsst√§tten
      • geschlossene Garagenkomplexe
      • Unternehmen und Betriebe, in denen feuergef√§hrliche oder explosive Stoffe hergestellt oder verarbeitet werden
      • Lagerpl√§tze und Lagerr√§ume ab einer gewissen Gr√∂√üe
      • Gewerbebetriebe oder gewerbliche Anlagen, die mit Stoffen umgehen, welche im Schadensfall die Umwelt gef√§hrden
      • Justizvollzugsanstalten

      Die einzelnen Objekte und Anlagen sind in den Brandverh√ľtungsschausatzungen der √∂rtlich zust√§ndigen Kommune hinterlegt. Durch die ARBEITSGEMEINSCHAFT DER LEITER DER BERUFSFEUERWEHREN In der Bundesrepublik Deutschland AGBF ‚ÄďBund- wurde eine Empfehlung zur Durchf√ľhrung der Brandverh√ľtungsschau mit einer Auflistung der entsprechenden Objekte herausgegeben. F√ľr Nordrhein-Westfalen wurde diese Liste durch den Verband der Feuerwehren in NRW konkretisiert und eine Liste der Brandschauobjekte herausgegeben.¬†https://www.feuerwehrverband.nrw/fileadmin/Downloads/Verband/Themen/Vorbeugender%20Brand-%20und%20Gefahrenschutz/2016-04-17_Brandschauobjekte.pdf

       

      Was wird bei der Brandverh√ľtungsschau gemacht?

      Durch die Brandverh√ľtungsschau soll festgestellt werden, ob bei der baulichen Anlage die Ziele des Vorbeugenden Brandschutzes im Objekt eingehalten werden. Im Einzelnen:

      • der Entstehung von Feuer und Rauch vorgebeugt wird,
      • die Voraussetzungen f√ľr die Selbstrettung von Personen gegeben sind,
      • die Menschenrettung durch die Feuerwehr m√∂glich ist,
      • die wirksame Brandbek√§mpfung m√∂glich ist,
      • die L√∂schwasser- und L√∂schmittelversorgung gesichert sind
      • und ausreichende Zugangs- bzw. Zufahrtsm√∂glichkeiten f√ľr die Feuerwehr bestehen.

       

      Wie ist der Ablauf einer Brandverh√ľtungsschau?

      In den einzelnen Bundesl√§ndern gibt es Unterschiede in den Abl√§ufen. Auch kann der Ablauf je nach Brandschutzdienststelle leicht variieren. Von den Grunds√§tzen her folgen die meisten einem √§hnlichen Ablauf f√ľr die Durchf√ľhrung wie hier skizziert.

      • Schriftliche Ank√ľndigung der Brandverh√ľtungsschau empfohlener Weise mindestens 10-14 Arbeitstage vor der Begehung
      • Durchf√ľhrung der Begehung und hierbei, wenn vorhanden, die Feststellung von M√§ngeln
      • Nachfolgend durch Zusendung einer schriftlichen Anh√∂rung/Anordnung zur M√§ngelbeseitigung mit Fristsetzung f√ľr die Beseitigung der M√§ngel durch die zust√§ndige Beh√∂rde
      • M√∂gliche Nachbegehung zur Kontrolle der M√§ngelbeseitigung

      Um einen reibungslosen Ablauf der Brandverh√ľtungsschau sicherzustellen ist es sinnvoll und erforderlich, dass alle R√§ume des Objektes zug√§nglich sind.

       

      Wer nimmt an einer Brandverh√ľtungsschau teil?

      Von Objekteseite her muss eine Person die mit den baulichen und betrieblichen Gegebenheiten des Objektes vertraut ist teilnehmen, ein bestellter Brandschutzbeauftragter sollte auch an den beh√∂rdlichen Brandschauen teilnehmen. Wer konkret von Beh√∂rdenseite an einer Brandverh√ľtungsschau teilnimmt, ist in der jeweiligen Verordnung vorgesehen. Die Zust√§ndigkeit liegt in fast allen Bundesl√§ndern bei der unteren Bauaufsichtsbeh√∂rde. In Nordrhein-Westfalen wird die Brandverh√ľtungsschau durch Brandschutztechniker, die an der zentralen Aus- und Fortbildungsst√§tte des Landes oder einer vergleichbaren Einrichtung eines anderen Landes ausgebildet wurden, durchgef√ľhrt. Soweit es erforderlich ist, werden weitere zust√§ndige Dienststellen an der Brandverh√ľtungsschau beteiligt, ebenso wie die √∂rtliche Feuerwehr.

       

      Typische M√§ngel bei einer Brandverh√ľtungsschau:

      • Rettungswege sind nicht brandlastfrei, sind verschlossen oder nicht in voller Breite nutzbar
      • T√ľren in Rettungswegen sind nicht richtig gekennzeichnet
      • Brand- und / oder Rauchschutzt√ľren werden unzul√§ssig offengehalten oder schlie√üen nicht selbstt√§tig
      • Objektzug√§nglichkeit wie z.B. der jederzeit m√∂gliche Zugang zum Objekt mit passenden Schl√ľsseln aus einem funktionst√ľchtigen Feuerwehr-Schl√ľsseldepot (FSD) ist nicht gegeben
      • Nutzungs√§nderungen von R√§umen wenn sich z.B. die Brandrisiken eines Raums und damit ggf. auch die eines angrenzenden Flurs √§ndern
      • Versorgungsleitungen: wie Gas, Wasser, Strom, L√ľftung werden ohne Schottung durch W√§nde und Decken, die eine Feuerwiderstandsdauer haben m√ľssen, gef√ľhrt
      • Lagerung brennbarer Materialien im Freien, wenn unter anderem die Mindestabst√§nde von 5 m zu Geb√§ude√∂ffnungen und Fenstern nicht eingehalten werden
      • Lagerung brennbarer Materialien im Geb√§ude wo diese nicht gelagert werden d√ľrfen, z.B. in Heizungsr√§umen oder L√ľftungsanlagen
      • Hinweisschilder f√ľr Brandschutzeinrichtungen oder Rettungswege fehlen

       

      Welche Kosten entstehen durch eine Brandverh√ľtungsschau?

      Die jeweilige Rechtsverordnung der Bundesl√§nder sehen die M√∂glichkeit der Geb√ľhrenerhebung f√ľr eine Brandverh√ľtungsschau vor. Ma√ügeblich f√ľr die H√∂he der Kosten sind die entsprechenden Satzungen auf Gemeindeebene. Diese haben die M√∂glichkeit neben dem Zeiteinsatz des beh√∂rdlich bevollm√§chtigten Beschauers und dessen Qualifikation, auch Fahrtkosten und √§hnliche Nebenkosten wie die Gestellung eines Fahrzeuges in die Geb√ľhren einflie√üen zu lassen.

       

      Kontakt

      Bei Ihnen steht eine Brandverh√ľtungsschau, Gefahrenverh√ľtungsschau oder Feuerbeschau an? Sie m√∂chten alle M√∂glichkeiten und Eventualit√§ten besprechen oder w√ľnschen eine Begleitung von einem Experten? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir helfen Ihnen.